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Bonn Burgen,
Schlösser und andere Baudenkmäler Bonn ist eine der
ältesten Städte in Deutschland und kann eine über 2000jährige Geschichte nachweisen.
Bereits zwei Jahrzehnte vor Christus fassten die Römer hier Fuß. Noch heute gibt es
vieles in der Stadt zu sehen, was die lange Geschichte von der Römerzeit bis in die
jüngste Vergangenheit widerspiegelt. Jahrhunderte lang residierten in Bonn die
Erzbischöfe von Kurköln. Hiervon legen das Kurfürstliche Schloss (heute Universität)
und das "Clemensruhe" genannte Poppelsdorfer Schloss Zeugnis ab. Von 1949 bis
1999 war Bonn Bundeshauptstadt und Sitz der Bundesregierung. Die entsprechenden
Regierungsgebäude und Einrichtungen dienen heute anderen Zwecken. Als Hauptstadt oft
belächelt und wegen des fehlenden Flairs einer Metropole oft als "Bundesdorf"
bezeichnet, ist Bonn dennoch eine Stadt mit vielen Anziehungspunkten. Vor allem rühmt
sich die Geburtsstadt des großen Komponisten Ludwig van Beethoven ihrer vielfältigen
kulturellen Angebote, darunter zahlreiche Museen.
Vom 532-rame Schlosshotel Bonn bis in die Bonner Innenstadt sind es ca. 7 km.
Kurfürstliches Schloss / Friedrich-Wilhelm-Universität
Das Kurfürstliche Schloss in Bonn ging aus einer im 13. Jahrhundert
errichteten Burg hervor, die im 16. Jahrhundert umgebaut und im 17. Jahrhundert erweitert
wurde. Während der Beschießung der Stadt im Jahre 1689 wurde sie zerstört. Kurfürst
Joseph Clemens ließ daraufhin einen Neubau errichten. Geplant war zunächst eine aus
zweieinhalb Geschossen bestehende Vierflügelanlage. Das Ergebnis war aber schließlich
ein dreiflügeliges Barockschloss mit Blick über den früheren Hof und jetzigen Hofgarten
zum Siebengebirge. 1777
wurde das Kurfürstliche Schloss ein Opfer der Flammen. Die zweitürmige Hofgartenfassade
wurde in den folgenden Jahren vereinfacht wieder aufgebaut. Gleichzeitig entstand im
Ostflügel des Hauptgebäudes eine Schlosskapelle im klassizistischen Stil. Die der Stadt
zugewandte Schlosshälfte blieb nur eingeschossig. Die einst prächtige Innenausstattung
wurde im Zuge der Säkularisation vernichtet und das Mobiliar verschleudert. Seit 1818 hat
die Friedrich-Wilhelm-Universität ihren Sitz in den Räumen des Schlosses.
Schloss Poppelsdorf / Schloss Clemensruh
Schloss Poppelsdorf, auch Clemensruh genannt, steht am Ende der
Poppelsdorfer Allee. Erbaut wurde es als Residenz der Erzbischöfe und Kurfürsten von
Köln im 18. Jahrhundert anstelle einer in den Kriegen des 16. und 17. Jahrhunderts
zerstörten und schließlich abgerissenen Wasserburg. Begonnen wurde mit dem Bau unter
Kurfürst Joseph Clemens. Dessen Tod im Jahre 1723 führte zu einer längeren
Bauunterbrechung. Sein Nachfolger, Kurfürst Clemens August, erteilte 1744 Balthasar
Neumann den Auftrag zur Fortführung der Arbeiten, die vor allem der Ausstattung und dem
Schlossgarten gewidmet waren. 1756 konnten die Bauarbeiten endgültig abgeschlossen
werden. Nachdem Schloss Poppelsdorf im Zweiten Weltkrieg zur Hälfte zerstört worden war,
wurde es in der Nachkriegszeit nur noch vereinfacht aufgebaut. Heute sind in den Räumen
des Schlosses Institute der Universität Bonn untergebracht.
Das Poppelsdorfer Schloss ist eine quadratische Vierflügelanlage, die
einen runden Arkadenhof umschließt. Betont wird der Barockbau durch hervortretende
Mittelpavillons und Eckpavillons. Variierende Dachformen und Geschosshöhen verleihen ihm
rhythmische Lebendigkeit. An die bereits im 19. Jahrhundert weitgehend verloren gegangene
Innenausstattung erinnert leider fast nichts mehr. So sind beispielsweise die 1746
geweihte Schlosskapelle und der berühmte Muschelsaal vernichtet. Lediglich ein Stucksaal
ist noch fast ursprünglich erhalten geblieben. Das Innere des Schlosses Poppelsdorf ist
nur selten zugänglich. Vor dem Schloss lädt jedoch ein Botanischer Garten zu einem
Besuch ein. Er entstand im 19. Jahrhundert durch die Umgestaltung des früher barocken
Ziergarten und Nutzgarten.
Öffnungszeiten Botanischer Garten: April bis September montags bis freitags 9 bis 18 Uhr
sowie sonntags 9 bis 13 Uhr, Oktober bis März montags bis freitags 9 bis 16 Uhr (Stand
2002).
Godesburg in Bonn-Bad Godesberg
Die Godesburg erhebt sich weit sichtbar auf dem Godesberg, einem runden Bergkegel am
linken Rheinufer im Süden der Stadt Bonn. Sie ist das Wahrzeichen des Bonner Stadtteils
Bad Godesberg und die nördlichste Höhenburg am Rhein. Funde belegen, dass der Godesberg
in frühgeschichtlicher Zeit eine römische und später eine germanische Kultstätte war.
Christliche Missionare errichteten hier im frühen Mittelalter eine Michaelskapelle, die
um 1210 einer gewaltigen Burganlage Platz machen musste. Die für fast uneinnehmbar
gehaltene Godesburg wurde 1583 schließlich doch zerstört. Seitdem steht sie nur noch als
Ruine, die aber in Grundzügen die einstige Anlage und ihre Baugeschichte erkennen lässt.
Zu den ältesten Teilen der Godesburg gehören der Palas, der mit ihm
durch einen runden Treppenturm verbundene kurfürstliche Kammerbau und der Unterbau des
Hochschlosses. Der Palas war ursprünglich eingeschossig. 1340 wurde er erhöht. Von der
Vorburg sind nur noch geringe Reste erhalten. Die Burgkapelle innerhalb des Berings hat
einen romanischen Chorabschluss. Das barocke Langhaus wurde Ende des 17. Jahrhunderts
erbaut. Besonders sehenswert ist der prächtige Hochaltar mit seinem breit ausladenden
Aufbau, dem geschweiften Giebel und dem vergoldeten Standbild des hl. Michael. Vom
Godesberg kann man einen herrlichen Rundblick und die Aussicht auf das Siebengebirge auf dem
rechten Rheinufer genießen.
Weitere sehenswerte Bauwerke
Zu den sehenswerten Bauwerken in Bonn gehört auch das in der ersten
Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Rathaus mit
seiner wirkungsvollen Fassade, das den langen, schmalen Marktplatz abschließt. Die
Freitreppe des Rathauses war mehrfach Schauplatz historischer Ereignisse. Hier hielt 1848
der Freiheitskämpfer und Dichter Gottfried Kinkel seine revolutionäre Rede. Von hier
wandte sich auch Theodor Heuss als erster Bundespräsident zum ersten Mal an das deutsche
Volk.
Theodor Heuss residierte wie seine Nachfolger in der Villa
Hammerschmidt, einem großbürgerlichen Nobelhaus aus dem 19. Jahrhundert am
Rheinufer, unweit vom Bundeshaus.
Das Mitte des 19. Jahrhunderts für Prinz Adolf Wilhelm Victor zu Schaumburg-Lippe erbaute
Palais Schaumburg wurde zwischen 1949 und 1974 als
Bundeskanzleramt genutzt. Heute dient es vor allem Repräsentationszwecken.
Unter den Sakralbauten der Stadt Bonn nimmt die Stiftskirche St. Cassius und Florentius,
besser bekannt als Bonner Münster, einen besonderen
Platz ein.
Von der im 13. Jahrhundert errichteten Stadtbefestigung sind nur noch sehr geringe Reste
zu sehen, darunter Reste des Sterntors, die beim
Wiederaufbau der Anlage an einer etwas anderen Stelle verwendet wurden.
Der so genannte Alte Zoll, der eine schöne Aussicht
auf den Rhein gewährt, ist aus einer Bastion des 17. Jahrhunderts hervorgegangen.
Das Michaelstor oder Koblenzer
Tor wurde Mitte des 18. Jahrhunderts als Sitz des Michaelsordens erbaut. .
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